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Daraxonrasib (RMC-6236)

Daraxonrasib (auch bekannt als RMC-6236) ist ein experimentelles Krebsmedikament, das als Durchbruch in der Behandlung von Tumoren mit RAS-Mutationen gilt. Es wird von dem Unternehmen Revolution Medicines entwickelt und zielt speziell auf die aktive Form des RAS-Proteins ab, um das Wachstum von Krebszellen zu stoppen. [1, 2, 3, 4]

Wirkungsweise und Einsatzgebiete

Im Gegensatz zu älteren Inhibitoren, die oft nur eine spezifische Mutation (wie KRAS G12C) blockieren, ist Daraxonrasib ein multiselektiver RAS(ON)-Inhibitor. [5, 6]
  • Breites Spektrum: Es wirkt gegen eine Vielzahl von Mutationen (darunter G12D, G12V, G12R) in verschiedenen Krebsarten wie Bauchspeicheldrüsenkrebs (PDAC), Lungenkrebs (NSCLC) und Darmkrebs.
  • Mechanismus: Es bildet einen „Tri-Komplex“ mit dem Protein Cyclophilin A, der sich an das aktive RAS-Protein bindet und dessen Signalübertragung an die Krebszelle unterbricht. [2, 7, 8, 9]

Aktueller Status und Studienergebnisse (Stand April 2026)

Das Medikament befindet sich derzeit in klinischen Studien der Phase 3 und ist noch nicht allgemein von der FDA oder EMA zugelassen. [10, 11, 12]
  • Bauchspeicheldrüsenkrebs: In der RASolute 302 Studie verdoppelte Daraxonrasib nahezu die Überlebenszeit bei Patienten mit metastasiertem Bauchspeicheldrüsenkrebs im Vergleich zur Standard-Chemotherapie (13,2 Monate gegenüber 6,7 Monaten).
  • Zulassungsverfahren: Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat dem Medikament den Status einer Breakthrough Therapy verliehen, was den Zulassungsprozess beschleunigen soll.
  • Nebenwirkungen: Zu den häufigsten beobachteten Nebenwirkungen zählen Hautausschlag, Entzündungen der Mundschleimhaut, Durchfall und Übelkeit. [1, 6, 13, 14, 15]
Weitere Informationen zu laufenden Studien finden Sie auf dem Portal von ClinicalTrials.gov oder beim National Cancer Institute. [16, 17]
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